Dr. Silvester Schmidt

Woher ich komme

Mit 15 meldete ich mich in der Schule für ein Physik-Referat. Zur Vorbereitung holte ich mir Bücher aus der Uni-Bibliothek. Was für ein Fest! Von der ersten Minute an war ich wie elektrisiert: Nichts kann schneller sein als Licht?! Es gibt Lichtteilchen?! Und Uhren gehen anders, wenn man sie schnell bewegt?! Seitdem stand für mich fest: Ich werde Physiker.

Ich genoss das Leben als Student in vollen Zügen. Und später die spannenden Experimente als Wissenschaftler. Mein Wissen wuchs – aber zu welchem Zweck? Irgendwie hatte die Beobachterperspektive etwas Unbefriedigendes. Mir wurde klar: Ich will Nutzen schaffen. Und wirksam sein, also etwas bewegen.

Aus dieser Motivation heraus gründete ich ein Unternehmen, SiR Simulated Reality, das meine Forschungsergebnisse der Wirtschaft zur Verfügung stellte. Wir haben Produkte optimiert, indem wir sie in mathematische Modelle gossen. Damit konnten wir spielen: Etwas am Modell ändern und dann schauen, ob es besser wird. Das ist jetzt 25 Jahre her. Eine fantastische Zeit. Ich spürte damals ganz deutlich, was mich antreibt: Die Dinge besser zu machen! Ich finde es nicht so spannend, etwas zu reparieren oder zu konservieren. Eher schon, Neues in die Welt zu bringen – ja, auch das ist eines meiner Lebensmotive. Aber mein ganzes Denken, Fühlen und Handeln dreht sich immer darum, etwas zu verbessern. Und ich bin froh, auf die Frage: „Was ist für Dich der Sinn des Lebens?“ eine Antwort gefunden zu haben.
Dem ersten Unternehmen folgte das zweite. Die blue screen Computersimulation GmbH war breiter aufgestellt. Neben technischen Systemen simulierten wir nun auch Organisationen und Prozesse in Unternehmen. Später kam dann noch ihr wirtschaftliches Umfeld dazu, also der Markt. Jetzt konnten wir mit dem ganzen Unternehmen spielen: Wie wirkt sich eine Strategieänderung oder eine Innovation aus? Wird das Unternehmen erfolgreicher?

So bekamen wir eine Idee davon, ob eine Strategie funktionieren kann. Mehr aber auch nicht. Denn die Welt war schon damals – um das Jahr 2000 herum – verflixt komplex und nicht vorhersagbar. Wir haben einen guten Job gemacht damals, indem wir die Entscheider auf diese Weise unterstützten.

Weitere Stationen meines Lebens und was mich sonst vielleicht ausmacht – beruflich und privat – finden Sie in dem Bild Stationen.

 

Warum die Schwarmorganisation auch meine Zukunft ist

Wir verschafften unseren Kunden echte Vorteile bei der strategischen Positionierung ihrer Unternehmen, als wir vor 20 Jahren begannen, der Komplexität durch Systems Thinking und Simulation ein Schnippchen zu schlagen. Die Entscheider setzten zur richtigen Zeit aufs richtige Pferd.

Aber: Ein nachhaltiger Erfolg stellte sich selten ein.

Heute weiß ich: Es reicht nicht, eine Organisation in einer komplexen Gemengelage klug zu positionieren. Sie muss auch in die Lage versetzt werden, mit dieser Komplexität umzugehen! Also flexibel, formwandelnd und selbststeuernd auf immer neue, schnell aufeinander folgende Anforderungen zu reagieren. Und damit sind wir beim Thema Schwarmorganisation angelangt. Und bei meinem Bestreben, wo möglich klassisch-hierarchische Organisationen zu transformieren und zukunftsfähig aufzustellen.

Meine Wertbeiträge

Die Transformation einer Organisation in eine Schwarmorganisation ist selbst ein höchst komplexes Geschäft. Das gelingt nicht auf althergebrachte Weise – durch klassische Organisationsentwicklung oder „Change Management“. Vielmehr muss agil vorgegangen werden, so dass der beste Weg beim Gehen entsteht. Die Entwicklungsarbeit wird von der Organisation erledigt. Veränderungsimpulse entstehen in ihrer Mitte und werden von den Führungskräften verstärkt.

Meine Wertbeiträge ergeben sich aus meinen Rollen, die ich dabei einnehme, siehe hierzu auch die Abbildung Wertbeiträge. Als Augenöffner schaffe ich die nötige Aufmerksamkeit. Als Enabler die nötigen Voraussetzungen. Und als Begleiter helfe ich, die Schwarmorganisation Wirklichkeit werden zu lassen.