Was Schwarmintelligenz leisten kann Eine Schwarmintelligenz bringt Ergebnisse ganz unterschiedlicher Art hervor: Denken: Gemeinschaftliche Denkleistungen, Kreativität, Bewertungen und Schätzungen Kreation: Neuartige Formen bzw. Strukturen, Eigenschaften und Verhaltensweisen von Superorganismen Interaktion: Selbstgesteuerte, unmittelbare, verteilte und robuste Interaktion mit der Umwelt

Erfolgreich Neues: Schwarmintelligenz

Schwarmintelligenz entwickelt sich zu einer der wertvollsten Ressourcen von Unternehmen. Sie wächst mit den neuen Möglichkeiten der Vernetzung von Wissen durch die Digitalisierung.

Schwarmintelligenz ermöglicht Crowdsourcing und Open Innovation. Und sie führt zu einer neuen Qualität von Entscheidungen. Das ist einer der Gründe der Überlegenheit von Organisationsformen des Wachstumsbereichs der S-Matrix, wie die Schwarmorganisation, agile Organisation, Netzwerkorganisation, Sociocracy oder Holacracy.

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Die Produktentwicklung in unterschiedlichen Organisationsstrukturen Wo sind in den verschiedenen Spielarten von Organisationsformen die Entwicklungsorganisationen zu finden? Von einer Entwicklungsabteilung kann beim Patriarchat und in rein hierarchischen Organisationen nicht gesprochen werden. Wenn überhaupt, dann sind einzelne Personen mit Forschungs- und Entwicklungsaufgaben betraut. In funktionalen Organisationen ist die Produktentwicklung ein Funktionsbereich, neben HR, Einkauf, Marketing, Fertigung, Vertrieb und weiteren. In divisionalen Organisationen ist sie eine Abteilung in jeder Division. Und in Matrixorganisationen ist sie eine Querschnittsfunktion über alle Divisionen. In entwicklungsgetriebenen Prozessorganisationen kann die Produktentwicklung ein Kernprozess sein. Ansonsten finden wir sie in verschiedenen Phasen anderer Kernprozesse. Entwicklungsaktivitäten finden in Projektorganisationen, zu denen auch die agilen Organisationen zählen, im Rahmen von Projekten statt. Je nach aktueller Situation sind es viele parallele oder wenige, gegebenenfalls größere Projekte. Diese formieren sich bei jeder neuen Aufgabenstellung neu und lösen sich anschließend wieder auf. In Schwarmorganisationen bilden sich Entwicklungsnetzwerke unterschiedlichster Art und Größe. Netzwerkpartner sind interne und externe Experten oder Teams. Letztere können Teil des Entwicklungsbereichs eines anderen Unternehmens sein oder ein kompletter Engineering-Dienstleister. Oder freiberuflich tätige Entwickler. Ein wesentlicher Teil der Entwicklungsnetzwerke sind auch die Kunden, die an der Produktentstehung mitwirken. Die Teilnetze geben sich eine zur Herausforderung passende Organisationsform.

Produktentstehung in der Schwarmorganisation – Der Schwarm

Im zweiten Teil dieser zweiteiligen “Mini-Serie” geht es um die zur Produktentstehung in Wertschöpfungsnetzwerken passende Organisationsform: Die Schwarmorganisation. Oder umgekehrt: Wie die Schwarmorganisation Wertschöpfungsnetzwerke möglich macht.

Die Schwarmorganisation entspricht einem Netzwerk von Organisationseinheiten mit bestimmten Kompetenzen oder Kompetenzbündeln, die ein gemeinsames Ziel verfolgen. Jede Organisationseinheit erbringt einen Wertbeitrag im Wertschöpfungsnetzwerk. Sie bilden sich bei Bedarf, formen sich zwischendurch um und lösen sich gegebenenfalls auch wieder auf.

Lesen Sie in diesem Beitrag, wie neue Produkte und Dienstleistungen in einer Schwarmorganisation entstehen.

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Das Wertschöpfungsnetzwerk im Überblick Große und kleine Unternehmen sowie interne und externe Unternehmensbereiche, Teams, Experten und Kunden bilden die Knoten eines Wertschöpfungsnetzwerks. Alle Beteiligten begegnen sich auf Augenhöhe. Dieses Wertschöpfungsnetzwerk ist der Legaleinheit eines Unternehmens zugeordnet. Das Unternehmen agiert als Intermediär für die Netzwerkelemente. Ein Wertschöpfungsnetzwerk kann sich schnell an veränderte Rahmenbedingungen anpassen, indem vorhandene Verbindungen zwischen Wertschöpfungspartnern gekappt und neue Verbindung hergestellt werden. Es kann auch blitzschnell skalieren, indem es weitere Netzwerkpartner integriert oder aus dem Netzwerk ausschließt. Wertschöpfungsnetzwerke stellen den Kunden konsequent ins Zentrum ihrer Aufmerksamkeit. In seiner klassischen Rolle definiert der Kunde die Produktanforderungen. In einer aktiven Rolle arbeitet er an der Entstehung von Produkten mit (Co-Creation) und ist damit Teil der Wertschöpfung. Eine größere Zahl von Kunden wird als Community in das Wertschöpfungsnetzwerk integriert. Die Netzwerkpartner arbeiten virtuell oder in direktem Kontakt zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen oder eine Aufgabe zu erfüllen. Für jede Aufgabe bzw. jedes Ziel bildet sich somit ein Teilnetz. In der Produktentwicklung spricht man bei dieser Art der Zusammenarbeit von Crowd Engineering. Für die Dauer der Zusammenarbeit geben sich die Teilnetze eine Arbeitsorganisation. Die Gesamtheit aller Teilnetze ist eine Schwarmorganisation.

Produktentstehung in der Schwarmorganisation – Das Wertschöpfungsnetzwerk

Wir sehen Herausforderungen auf Unternehmen zukommen – in einigen Branchen sind sie bereits deutlich spürbar -, die sich nur mit Ablösung der Wertschöpfungskette durch das Wertschöpfungsnetzwerk bewältigen lassen. Im Wertschöpfungsnetzwerk sind nicht nur interne und externe Forschungs-, Entwicklungs- und Fertigungspartner an der Produktentstehung beteiligt, sondern vor allem die Kunden.

Lesen Sie in diesem Beitrag, wie Wertschöpfungsnetzwerke die Zukunft von Unternehmen sichern.

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Ein Schwarm voller Tierpersönlichkeiten In der Natur weisen die Mitglieder eines Schwarms individuelle Unterschiede auf. Schon lange ist bekannt, dass es unterschiedliche Rollen in Schwärmen gibt. Vielleicht kennen Sie die Arbeiterinnen, die Königin und die Drohnen bei Bienenvölkern. Die unfruchtbaren Arbeiterinnen übernehmen je nach Lebensalter unterschiedliche Aufgaben. Die individuellen Unterschiede sind aber noch deutlich ausgeprägter. Bei den Bienen verhalten sich manche Arbeiterinnen neugierig und mutig, andere vorsichtig und zurückhaltend. Und erstere sind es dann, die sich aufmachen und eine neue Heimat suchen, wenn ein Bienenstock sich teilt. Solche individuellen Charakterunterschiede sind bei Tieren allgegenwärtig und werden auch Tierpersönlichkeit (animal personality) genannt. Individuelle Persönlichkeitsmerkmale bei Stichlingen zeigen sich in folgenden Verhaltensunterschieden: Wie viel Zeit ein Stichling in der Nähe seiner Artgenossen verbringt, wie schnell er schwimmt, ob er sich in der Mitte oder am Rand aufhält und anderen Fischen des Schwarms folgt. Schwärme mit Fischen, die mehr Zeit in der Nähe ihrer Artgenossen verbringen, sich im Zentrum des Schwarms aufhalten, eher langsam sind sowie dazu neigen, anderen Fischen zu folgen, weisen dann einen deutlichen Zusammenhalt auf. Sie bewegten sich aber auch weniger und sind weniger koordiniert als solche Gruppen, deren Mitglieder zu weniger “sozialem Zusammenhalt” und schnellerer Fortbewegung neigen.

Der Beweis: Die Persönlichkeit bestimmt das Schwarm-Verhalten

Neue Forschungsergebnisse zeigen, dass individuelle Charaktereigenschaften von Tieren starken Einfluss auf das Schwarm-Verhalten haben.

Diese Erkenntnis kann auf Unternehmen übertragen werden. Das bedeutet: Die Persönlichkeit des Menschen ist für die Leistungsfähigkeit selbststeuernder Organisationen genauso wichtig, wie seine Kompetenzen. mehr erfahren