S-Matrix

Kurzvorstellung der S-Matrix

S-Matrix in der dreitten Version 2021

Die S-Matrix ist in nebenstehender Abbildung dargestellt. Sie wird durch die beiden „Machtquellen“ Regeln und Hierarchie aufgespannt, die einer Organisation Struktur verleihen. Mit Regeln sind explizite, dokumentierte Regeln gemeint, die allgemein verbindlich sind. Dazu gehören detaillierte Prozessbeschreibungen, Arbeitsplatzbeschreibungen, Betriebsvereinbarungen usw. Und Hierarchie steht für Machthierarchie. In dieser erhalten Menschen aufgrund ihrer Position bestimmte Befugnisse. Das sind zum Beispiel Entscheidungsbefugnisse, Weisungsbefugnisse und Budgethoheit.

In der S-Matrix können wir typische Märkte und die zu diesen passenden Organisationsformen verorten und deren evolutionäre Entwicklung verständlich nachzeichnen. Ihre Logik stützt sich auf die Tatsache, dass jeder Markt spezifische Anforderungen an ein Unternehmen stellt. Damit es in „seinem Markt“ nachhaltig erfolgreich ist, muss es auf eine bestimmte Art und Weise agieren und sich organisieren. Ändert sich der Markt, muss sich die Organisation anpassen. Ändert sich der Markt fundamental, muss sich das Unternehmen transformieren.

Greifen wir einige Paarungen zur Verdeutlichung heraus. Wenn ein einfacher, überschaubarer und transparenter Markt (rechts in der S-Matrix) wächst, muss ein patriarchalisch organisiertes Unternehmen eine stärkere Hierarchie ausprägen. Denn eine reine Hierarchie kann am besten mit dem hohen Wettbewerbsdruck eines wachsenden Marktes umgehen. Hier gilt das gesprochene Wort des Vorgesetzten. Es gibt praktisch keine Regeln, an die sich Führungskräfte oder ihre Mitarbeiter halten müssten und die Entscheidungsprozesse verlangsamen. Diese Organisationsform ist schlagkräftig und kann im Wettbewerb mit aggressiven Wettbewerbern am besten bestehen.

Nach einiger Zeit kommt das Wachstum des Marktes zum Stillstand. Wir haben einen reifen, gesättigten Markt (links unten in der S-Matrix). Jetzt werden Fehlentscheidungen der Führungseliten schmerzhaft spürbar. Rufe nach Professionalisierung sowie verbindlichen Regeln und Verhaltensnormen werden laut. Die Bürokratie nimmt zu. Eine der nun vorherrschenden Organisationsformen ist die Matrixorganisation. In ihr wirken beides – Hierarchie und Regeln – auf die Organisation ein und blockieren sich manchmal gegenseitig. Auch eine Weiterentwicklung wird so oftmals verhindert. Deshalb stecken Unternehmen mit dieser verbreiteten Organisationsform wie in einem Sumpf fest.

Mit Hilfe vernetzter, digitalisierter Kommunikations- und Transaktionsprozesse werden die Märkte zunehmend globaler und diversifizierter. Überhaupt wird die Digitalisierung und der zunehmende Handel mit virtuellen Produkten zum bestimmenden Einflussfaktor. Den dabei entstehenden dynamischen Märkten ist eine Projektorganisation am ehesten gewachsen (links oben in der S-Matrix). Sie zeichnet sich durch eine flache Hierarchie aus. Alle Aufgaben werden in Form von Projekten durch crossfunktionale Teams bearbeitet. Die Führungskräfte befassen sich vornehmlich mit der Entwicklung ihrer Mitarbeiter sowie dem Management und der Koordination der Projekte.

Durch die unendlich vielen Möglichkeiten der Digitalisierung wird der Markt immer undurchsichtiger. Zusammen mit der weiterhin hohen Dynamik entstehen komplexe Märkte (oben in der S-Matrix). In diesen machen klassische Planungen kaum noch Sinn. An ihre Stelle treten explorative Vorgehensweisen, wie sie in agilen Organisationen üblich sind. Um dorthin zu gelangen, muss die Schlucht zwischen regulierten und selbstorganisierten Organisationen überwunden werden. Zu letzteren gehören die agile Organisation oder die Schwarmorganisation.

Die Wüste in der Mitte steht für den Sachverhalt, dass die evolutionäre Entwicklung eines Unternehmens – durch den kreisförmigen Pfeil symbolisiert – keine Entwicklungsstufe überspringen kann. Es gibt hier keine Abkürzung, die Wüste kann nicht durchquert werden. Sonst würden notwendige organisationale Lernprozesse nicht stattfinden.

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